Radmila Anic: Women, listen to me.

Statement Radmila Anic 26.04.2016 (deutsch unten)

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“In our own Words” Reading in Magdeburg. 

Women, listen to me. I have to leave Germany next week. And you, who are in a similar situation as I am, I want to give you some advices. I would like to tell you that you should fight to the end without letting anyone taking you down. Don’t be afraid of anybody. You have the right to live in Germany.  They kicked our people out of Serbia between 1941-1945 and they brought them to Germany.They were living in concentration camps, where they got punished and killed. We Roma have the right to live in Germany. I fought  for two years and unfortunately I didn’t succeed because I was not talking about this topic. I was talking about my political problems in Serbia. But the problem is that Serbia is now a safe country for them. Through their Interview they’ve decided that my problem is not a political problem. Talk about the Topic of Roma Rights because they were killing us here in the times of war. Try it in this way.  I think it is better. Try it in anyway, tell everything, don’t be afraid. Make a careful plan for yourselves and fight for your right to stay! I send greetings to everybody who knows me and also to those who don’t know me. I send greetings to you, I kiss you. I leave Germany but we see each other again.

Frauen, hört mir zu, ich muss Deutschland innerhalb der nächsten Woche verlassen. Ich möchte euch, die ihr in einer ähnlichen Situation wie ich seid, etwas raten, und zwar, dass ihr kämpft bis zum Schluss und euch nicht unterkriegen lasst. Habt keine Angst vor niemandem, aber ändert das Thema ein bisschen. Ihr könnt auf diese Weise argumentieren, dass ihr das Recht habt in Deutschland zu leben weil sie unser Volk damals in der Zeit von 1941-1945 aus Serbien vertrieben und nach Deutschland gebracht haben. Unsere Leute lebten in den Lagern, sie wurden Malträtiert, gequält und umgebracht. Wir Roma haben das Recht hier in Deutschland zu leben. Ich habe 2 Jahre für meinen Aufenthalt gekämpft und ich habe es nicht geschafft, sie wollten mir keinen Aufenthalt geben weil ich nicht auf dieses Thema eingegangen bin. Ich habe von meinen politischen Problemen in Serbien erzählt aber das Problem ist, dass Serbien jetzt ein sicheres Herkunftsland ist. Durch das Interview das ich gegeben habe, haben sie entschieden, dass mein Problem kein politisches Problem ist. Geht auf das Thema der Rechte für Roma ein, weil sie uns zu Zeiten des Krieges hier umgebracht haben. Probiert es auf diese Art und Weise, ich glaube das ist besser. Probiert es auf welche Weise auch immer erzählt alles, habt keine Angst. Macht euch einen Plan, seid vorsichtig und kämpft um euren Aufenthalt und euer Bleiberecht. Ich grüße alle die mich kennen und die mich nicht kennen. Ich Grüße euch, ich sende euch viele Küsse. Ich verlasse Deutschland aber wir sehen uns wieder.

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