VIDEO IWS Konference – PANEL 5: Deutsch, ABER mit Migrationshintergrund

Was Bedeutet die Bezeichnung „Deutsche, mit Migrationshintergrund“ überhaupt? Warum werden die so bezeichneten Menschen nicht einfach als Deutsche gesehen und akzeptiert? Zwei Frauen mit sogenanntem „Migrationshintergrund“ werden über diese rassistische Fremdbezeichnung sprechen, die verwendet wird um sie klar von den „richtigen“ weißen Deutschen abzugrenzen. Und wie diese Art von Diskriminierung ihre Identität als Deutsche beeinflusst hat.

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Lahya (Stefanie-Lahya Aukongo) ist eine Schwarze, intersektionelle Freiberuflerin. Sie ist Künstlerin, Autorin, Poetin, Kuratorin, Multiplikatorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin. Zu viel für ein kurzes Leben? Ganz klar: Nein! In Lahyas Leben dreht sich fast alles um liebevoll sowie gesellschaftskritisch angereihte Realitätsmoleküle, diese sind ummantelt mit Gesang, Fotografie und_oder Poesie. In ihr wohnt eine Schwarze, von gesellschaftlicher Behinderung betroffene, neurodiverse, von unerschöpflichen Emotionen getragene, queere, phat-is beautiful, mehrfachüberlebende Akademikerin, Künstlerin und Aktivistin mit deutschem Pass. Eine königliche, ost, weiß, und weiblich sozialisierte, poly-li_ebende cis_Femme aus der Mittelschicht, mit aus_reichend finanziellen Mitteln, angemessen vielen Haaren auf dem Kopf und mit großem Herz. (Stand: September 2017)
Tülin Duman, geboren 1978 ist eine Queer- und Menschenrechtsaktvistin und Geschäftsführerin von Südblock. Tülin Duman engagiert sich seit vielen Jahren in diversen Projekten gegen Sexismus, Homo- und Transphobie, sowie gegen Rassismus – zunehmend auch im musikalisch künstlerischem Bereich. „Mehrdimensional denken, multiperspektivisch handeln“ ist dabei ihre Linie. Sie ist Mitinhaberin und Geschäftsführerin des Berliner Veranstaltungsortes Südblock – Showbühne, Bar, Nachbarschafts- und Begegnungsort in Kreuzberg. Seit 2010 organisiert sie dort Diskussionsveranstaltungen, Konzerte und queer-feministische Partyreihen. Einen besonderen Fokus legt sie bei ihrer Arbeit auf den Rassismus und Sexismus innerhalb der queeren Szenen.

Duman ist seit über zwanzig Jahren in zahlreichen politischen, künstlerischen und kulturellen Projekten sowohl beruflich als auch ehrenamtlich tätig. Von 2008 bis 2011 war Tülin Duman Geschäftsführerin von GLADT e. V. (Berlin), deutschlandweit die einzige unabhängige Eigenorganisation von queeren Migrant_innen mit Vereinsstatus. Der Verein wurde von überwiegend türkeistämmigen Lesben, Schwulen und Trans* Personen gegründet, verfolgt einen intersektionalen Ansatz und ist nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle für mehrfachdiskriminierte Queers. 2005 gründete Duman den Laden „GOAL“, der sich mit Fußballkultur beschäftigte. Sie organisierte mit GOAL Veranstaltungsreihen, Ausstellungen und Lesungen u.a. zu Diskriminierungen im Fußball, antisexistischer Fankultur und Frauen im Fußball. Unter dem Namen „Kick it queer“ veranstaltete sie große Public Viewing-Reihen von Frauenfußballspielen.

Tülin Duman studierte Pharmazie und war von 2002 bis 2008 im Bereich Public Health als Projektkoordinatorin bei Gesundheit Berlin mit dem Schwerpunkt Migration und soziale Ungleichheit tätig. Zuvor war sie Koordinatorin und stellvertretende Projektleiterin bei einem EU-Projekt in Istanbul zum Thema Verbraucherschutz und Patientenrechte, Koordinatorin bei einem Frauenrechtshilfeprojekt für Opfer von sexueller Gewalt und studentische Mitarbeiterin der Menschenrechtsstiftung (Behandlungszentrum für Folteropfer), ebenfalls in Istanbul. ©Hassan
Moderatorin: Clementine Ewokolo Burnley ist in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun geboren und in Großbritannien und Kamerun aufgewachsen. Sie ist Autorin, Vollzeit-Mutter und gleichzeitig ein Mensch der arbeitet. Sie lebt heute mal hier, mal da, mal anderswo. Sie freut sich über Räume und Momente, um authentische Erzählungen zu begleiten, die hegemonisches Wissen erschüttern. Sie ist meistens beim Migrationsrat Berlin zu finden, schreibt auf ezibota.com und twittert als @decolonialheart.

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