Günter Piening: Die Macht der Migration Zehn Gespräche zu Mobilität und Kapitalismus

Beschreibung: herausgegeben von Massimo Perinelli

us_perinelli_druck.inddIn diesem Buch werden migrationspolitische Debatten reflektiert und die machtvollen Effekte von Migration, Einwanderung und Mobilität in einer zunehmend transnationalen Welt diskutiert. In einer Zeit, in der an Menschenrechten, humanistischen Idealen und Liberalismus ausgerichtete Grundsätze in die Defensive geraten, wollen die Beiträge der tiefen Kluft zwischen linken Forderungen und der gesellschaftlichen Stimmung etwas Positives entgegensetzen: das der Migration innewohnende demokratisierende Potenzial für einen kapitalismuskritischen, solidarischen Gesellschaftsentwurf.

Die Gespräche mit zehn wichtigen Impulsgeber*innen des deutschen und europäischen Migrationsdiskurses, die aktuelle, vor allem migrantische Perspektiven in Wissenschaft und Bildungsarbeit zur Sprache bringen, beleuchten Positionen, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf Solidarität und Konkurrenz, Demokratie und Rassismus, Grenzregime und das Recht auf Freizügigkeit, Citizenship und Zugehörigkeit und vieles andere mehr.

BESTELLUNG: UNRAST VERLAG  Bücher der Kritik

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Günter Piening

Günter Piening ist Soziologe und Journalist. Von 1994 bis 2003 war er Ausländerbeauftragter des Landes Sachsen-Anhalt, von 2003 bis 2012 Integrationsbeauftragter des Senats von Berlin. Seitdem ist er freiberuflich publizistisch und in der politischen Beratung tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Migrationspolitik und Demokratie.


Massimo Perinelli

Massimo Perinelli, Historiker, hat von 2001–2016 an der Universität zu Köln geforscht und gelehrt. Seit 2016 arbeitet er als Referent für Migration bei der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Er ist seit 1998 Mitglied bei Kanak Attak, war 2013 Mitbegründer der Kölner Initiative ›Keupstraße ist überall‹ und Mitinitiator des Tribunals ›NSU-Komplex auflösen‹ 2017.


María do Mar Castro Varela

María do Mar Castro Varela ist Politikwissenschaftlerin und Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Kritische Migrationsforschung und Postkolonialismus. Die Analyse von Machtachsen und Asymmetrien in gesellschaftlichen Verhältnissen zieht sich durch ihre Forschungsarbeit. Auch auf ›Europa‹ wirft sie einen kritischen Blick und stellt fest: Migration nach Europa ist nicht unabhängig von der Macht und Gewalt kolonialer Prozesse zu denken.


Paul Mecheril

Paul Mecheril ist Professor für Migration und Bildung am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Direktor des dortigen Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC). Seine Veröffentlichungen über Rassismus, Differenz, Bildung haben die Fachdiskurse in Deutschland maßgeblich beeinflusst. Letztveröffentlicht (gemeinsam mit María do Mar Castro Varela): Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart.


Manuela Bojadžijev

Manuela Bojadžijev ist Juniorprofessorin für Globalisierte Kulturen an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg und Beauftragte des BIM-Vorstands für internationale Kooperationen. Sie gehörte 1997 zu den Mitbegründer*innen von Kanak Attak. Migrantische Kämpfe sind seit jeher Schwerpunkt ihres Forschungsinteresses. Aktuell konzentriert sie sich auf die Frage, wie die heterogenen Akteur*innen der Arbeitsmigration den infrastrukturellen Ausbau und die logistische Reorganisation des europäischen Grenzregimes beeinflussen.


Vassilis Tsianos

Vassilis Tsianos ist Professor an der Fachhochschule Kiel. Seine Arbeitsbereiche sind Soziologie der postmigrantischen Gesellschaft, Rassismuskritik, Stadt- und Migrationssoziologie und Digitale Grenzen Europas. Er gehört zu den Initiator*innen von Kanak Attak, deren Manifest den Startschuss für eine Umorientierung der Migrationsforschung legte. Tsianos ist im deutschsprachigen Raum einer der führenden Analytiker der Kämpfe um Grenze und Kämpfe der Migration.


Ulrike Hamann

Ulrike Hamann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrbereich Diversity and Social Conflict des Instituts für Sozialwissenschaften der Humboldt Universität und Mitglied des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschichte und Gegenwart des Rassismus, Flucht/Migration und die Wohnungsfrage. Sie ist aktiv in der Berliner Mieteninitiative ›Kotti & Co‹.


Rainer Bauböck

Rainer Bauböck ist Professor für soziale und politische Theorie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Zuvor war er Mitarbeiter am Institut für Europäische Integrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte sind Migration, Multikulturalismus, Nationalismus, Staatsbürgerschaft und politische Theorie. Er ist einer der Koordinatoren des ›Global Citizenship Observatory, einer Dokumentations- und Forschungsplattform über Citizenship-Politiken in allen Staaten der Welt.


Peter Birke

Peter Birke ist Historiker und Politologe und arbeitet am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI). Seine Forschungsschwerpunkte sind historische Arbeitssoziologie, Arbeit und Migration, Stadtsoziologie und urbane soziale Bewegungen.


Naika Foroutan

Naika Foroutan ist stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Im Juni 2015 wurde sie zur Professorin für ›Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik‹ durch die Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die postmigrantische Theoriebildung mit dem Ziel, einen Erkenntnistransfer in Politik, Zivilgesellschaft und Medien zu leisten.


Denise Garcia Bergt

Denise Garcia Bergt ist Aktivistin, Journalistin und Filmemacherin. Sie wurde in Brasilien geboren und zog 2008 nach Berlin, wo sie begann, am Dokumentarfilm ›Residenzpflicht‹ zu arbeiten. Sie war aktiv in der ›Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen‹ und im Camp auf dem Berliner Oranienplatz. Im Dezember 2012 gründete sie zusammen mit anderen Aktivistinnen den International Women’s Space in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin, die von Geflüchteten und Aktivist*innen besetzt wurde. Ende 2015 gab sie das Buch ›In unseren eigenen Worten‹ mit Texten von und über Frauen heraus.


Bernd Kasparek

Bernd Kasparek ist Migrationsforscher und Aktivist mit Schwerpunkt auf der Untersuchung von Grenzregimen. Er ist Gründungsmitglied des Netzwerks für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung kritnet und einer der Leiter des Forschungsverbundes bordermonitoring.eu. Anfang 2017 erschien seine Untersuchung ›Migrationspolitik und migrationspolitische Ansätze in Europa und der Europäischen Union‹.

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