Dienstag 17 h // Kottbusser Tor: FrauenAktion für Dialog mit Abdullah Öcalan für Frieden in Kurdistan

und einen demokratischen Mittleren Osten und das Ende der Kriegspolitik von Erdoğan und EU

Als Abdullah Öcalan 1998 wegen der türkischen Kriegsdrohungen gegen den syrischen Staat gezwungen war, Syrien zu verlassen, entschied er sich nicht in die Berge Kurdistans zu gehen, um den bewaffneten Kampf zu verstärken. Er entschied sich dafür nach Europa zu gehen, um in Verhandlungen endlich eine politische Lösung im Rahmen einer demokratisierten Türkei zu erlangen.

Dies war eine historische Chance und die Aufgabe der europäischen Regierungen, diese zu ergreifen um so den Weg in den Frieden und Demokratie zu ebenen.

Die in das internationale Komplott involvierten europäischen Staaten handelten nicht als Kräfte für den Frieden sondern als Kräfte des Nordatlantischen Militärbündnisses, der NATO.

Am 12. November 1998 wurde Abdullah Öcalan mittels eines internationalen Komplotts zum Gefangenen der NATO. Anstatt mit ihm zu reden, flogen sie ihn Tausende von Kilometer weit über andere Kontinente, um ihn dann dem NATO-Stützpunkt Türkei zu übergeben, damit er dort bis heute unter Isolationsbedingungen eingekerkert werden kann.

Da sich aber herausstellte, dass der Befreiungskampf der kurdischen Bewegung damit nicht beendet war, sondern im Gegenteil neue Strategien und Konzepte entwickelt wurden, die durchaus auf den Einfluss von Abdullah Öcalan auf die Bewegung zurückzuführen sind, sah man sich gezwungen, geheime aber offizielle Verhandlungen mit ihm zu führen. Die türkische Regierung – und wer wohl noch alles – erhoffte sich hiervon offenbar ein besseres Vorankommen in den eigenen Interessen und eine Befriedung der kurdischen Bevölkerung. Es kam anders: die kurdischen Strukturen im Norden Syriens mit ihrer Selbstverteidigung sowie ihrer Selbstverwaltung ernten zunehmend internationalen Respekt. Im April 2015 brach Erdoğan die Friedens-Verhandlungen mit Blick auf die Parlamentswahlen ab. Erdoğan wollte damıt die kurdischen Strukturen schwächen und nationalistische Wählerstimmen der MHP gewinnen. Als das Wahlergebnis von Juni 2015 zeigte, dass dies nicht ausreicht, ging Erdoğan zu einem brutalen Krieg gegen die eigene kurdische Bevölkerung vor. Selbst natıonalıstısche türkische Abgeordnete sprechen derzeit von der Gefahr eines Genozids an Kurdinnen und Kurden. Abdullah Öcalan ist seitdem absolut isoliert, nicht Anwälte, nicht politische Vertreter der HDP, und auch keine Familienangehörige konnten ihn seitdem sprechen.

Wir fordern: Die Freiheit von Abdullah Öcalan, denn nur in Freiheit kann verhandelt werden – Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen – Das Ende der Militär-Aktionen in den kurdischen Provinzen – Schluss mit dem Opfern der Kurdinnen und Kurden auf der Verkaufstheke der Bundesregierung – Weg mit dem PKK-Verbot !
V.i.S.d.P: Kurdischer FrauenRat Dest Dan, c/o. MigRat B-B, Oranienstr. 34, 10999 B.

Advertisements

Leave a comment

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s